Iris Hoffmann meldet sich mit “Neues aus dem Europaparlament”


Diese Woche feierten wir den 28. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Inzwischen ist eine neue Generation herangewachsen. Für sie ist eine Teilung Deutschlands heute unvorstellbar. Das ist gut so. Wir leben seit fast drei Jahrzehnten in Freiheit und in einem demokratischen Rechtsstaat. Darauf können wir stolz sein.

Demokratie und Freiheit gilt es aber auch immer wieder zu verteidigen. Wir erkennen eine Abkehr von den traditionellen Volksparteien und eine Stärkung des politischen rechten Randes. Der Rechtspopulismus ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Viele Bürger*innen haben den Eindruck, dass sie keinen Einfluss mehr auf Entscheidungen haben, die ihren Alltag prägen. Es ist die globale Vernetzung und die daraus resultierende Unübersichtlichkeit die dieses Gefühl auslöst. Rechtspopulisten locken die Menschen mit scheinbar einfachen Antworten für komplizierte Probleme. Die komplexe Welt wird aber nicht einfacher, wenn man sich ihr verweigert. Nicht jedes Problem lässt sich mit einfachen Antworten lösen. Das macht natürlich auch Politik so schwierig und stellt sie vor neue Herausforderungen. Als Politikerin ist es mehr denn je auch meine Aufgabe, den Menschen Politik zu erklären wo Erklärungsbedarf besteht und nicht mit einfachen Lösungsansätzen für noch mehr Chaos zu sorgen. Wir müssen die Globalisierung als eine Geschichte von Chancen auffassen. Denn das ist sie.

Vor zwanzig Jahren, am 27. September 1998 wurde ich erstmals als Abgeordnete direkt in den Deutschen Bundestag gewählt und gestalte seitdem Politik mit. Seit inzwischen vier Jahren bin ich Mitglied des Europäischen Parlaments. Im nächsten Frühjahr sind eine halbe Milliarde Bürger*innen der Europäischen Union wieder aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Ich werde mich noch einmal um ein Mandat bewerben.

Vergangenen Sonnabend fand hierzu die Landesvertreterversammlung der SPD M-V in Güstrow statt. In meiner Rede betonte ich, dass die Europawahl 2019 für die nächsten fünf Jahre den Grundstein dafür legen wird, ob wir dem zunehmenden Druck von Rechtsaußen standhalten. Es wird in den kommenden Jahren darauf ankommen geeint dagegenzuhalten. Es wird darum gehen, dass die proeuropäischen Kräfte, die für ein offenes und demokratisches Gesellschaftsbild stehen, zusammenhalten, ja sich verbünden.

Ich freue mich sehr, dass ich von meinem Landesverband mit 87,7 % erneut als Kandidatin nominiert wurde. Die Bundesvertreterversammlung im Dezember in Berlin wird nun zeigen, mit welchem Listenplatz ich in die Europawahl 2019 starte.

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